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Der Kaffeestrauch kann zur gleichen Zeit Blüten, unreife Früchte und reife Kirschen tragen.

Die besten Kaffee-Anbaubedingungen liegen in Ländern rund um den Äquator, dem sogenannten Kaffeegürtel. Die sensiblen Kaffeepflanzen benötigen das ganze Jahr über ein ausgeglichenes Klima ohne extreme Hitze und Kälte sowie ausreichend Niederschlag, viel Schatten und einen nährstoffreichen Boden. Die Kaffeesorten Arabica- und Robusta-Kaffee wachsen in verschiedenen Klimazonen. Daher sind sie auch in ihrem Charakter sehr unterschiedlich.

 

In aller Regel werden Kaffeepflanzen einmal pro Jahr geerntet, wobei sich auf einer Pflanze Kaffeekirschen in verschiedenen Reifestadien befinden können. Man unterscheidet zwischen der Hand-, der Strip- und der Maschinen-Pflückung. Die Hand-Einzel-Pflückung (Picking-Methode) bringt die höchste Qualität mit sich, da nur die wirklich reifen Kaffeekirschen einzeln von Hand gepflückt werden. Mit dieser Erntemethode ist ein hoher Zeitaufwand verbunden, garantiert jedoch die beste Kaffeequalität.

 

Picking_02

 

Bei der Strip-Pflückung werden alle Kirschen, ebenfalls von Hand aber unabhängig vom unterschiedlichen Reifegrad der Früchte von den Zweigen gestreift. Bei dieser Methode müssen die Früchte anschließend sorgfältig sortiert werden, um eine homogene Ernte zu erhalten, denn schon wenige unreife Kirschen können die Qualität beeinträchtigen.

 

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Auf den großen Kaffeefarmen kommen Pflückmaschinen zum Einsatz, die auf mechanischem Wege die Äste der Kaffeebäume kämmen, so dass alle Kirschen auf einmal abfallen. Dieses Verfahren ergibt oftmals saurere Kaffees, bedingt durch die Gegenwart von unreifen Früchten.

 

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Kaffeepflanzen tragen Früchte, die auch als Kaffeekirsche bezeichnet werden. Die Kaffeebohnen, die später für die Geschmacksvielfalt in unserer Tasse sorgen, sind die Kerne dieser Kaffeekirschen.

 

Kaffeekirschen

 

Direkt nach der Ernte hat man noch keine Kaffeebohnen, sondern erst mal die Früchte, die Kaffeekirschen. Um an die Bohnen zu gelangen, sind verschiedene Arbeitsschritte notwendig. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Methoden: die trockene und die nasse Aufbereitung.

 

Bei der trockenen Aufbereitung werden die geernteten und teilweise vorsortierten Kaffeekirschen so lange in der Sonne getrocknet, bis sich die enthaltenen Bohnen trocken und ohne Rückstände herausschälen lassen. Die Kirschen werden auf speziellen Trockenflächen ausgebreitet. Eine reife, frisch gepflückte Kaffeekirsche besteht zu 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Es dauert drei bis fünf Wochen, bis die Kaffeekirschen getrocknet sind und eine Restfeuchte von etwa 12 Prozent aufweisen. Der richtige Trockengrad ist erreicht, wenn die in der Kirsche enthaltenen Bohnen beim Schütteln rappeln. Dann lässt sich das Fruchtfleisch leicht entfernen. Der Kaffee wird mit Pergamenthäutchen gelagert und erst zum Transport vom Pergamenthäutchen befreit.

 

Bei der nassen Aufbereitung werden die vorsortierten Kirschen durch eine spezielle Maschine, den Pulper, weitestgehend vom Fruchtfleisch befreit und dann für 12 bis 36 Stunden in einem Wasserbecken gelagert. Dort findet ein Gärungsprozess statt. Nach der sogenannten Fermentation muss der Kaffee noch einmal gewaschen werden, um eventuelle Fruchtfleischreste abzuspülen. Anschließend werden die Bohnen dann auf rund 12 Prozent Feuchtigkeit herunter getrocknet. Das geschieht auf speziellen Trockenplätzen (Patios) bzw. Trockenhorden und dauert rund zehn bis 15 Tage.

 

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